Die Praxis des Yoga
Eine
typische Yoga-Übungsstunde nimmt eineinhalb Stunden in
Anspruch und beginnt mit einer kurzen Anfangsentspannung.
Hier lernt der Schüler "abzuschalten" und die
Tagesereignisse in den Hintergrund zu stellen.
Jetzt folgen die Atmungsübungen (Pranayama). Auf
der körperlichen Ebene erhöhen sie das Lungenvolumen
und versorgen somit den Körper mit einem hohen Gehalt an
frischem Sauerstoff. Im geistig-energetischen Bereich aktivieren
und harmonisieren sie das sogenannte Prana, die Lebensenergien
eines Menschen.
Anschließend
folgen die Yoga-Stellungen, genannt Asanas. Hier
geht der Schüler langsam und bewußt in die einzelne
Stellung, er versenkt sich konzentriert in diese und löst
sie mit ruhigen Bewegungen wieder auf. Dieser Zyklus erfolgt
im Einklang mit gleichmäßiger und tiefer Yoga-Atmung.
Die Abfolge aller Asanas ist in ein System, der sog. Rishikesh-Reihe,
eingebettet. Die positiven Wirkungen aller Asanas kann der Schüler
auf den verschiedenen menschlichen Wahrnehmungsebenen nachvollziehen,
also körperlich, geistig, seelisch und energetisch.
Das Ende einer Yogastunde ist eine ca. 10 - 15 minütige,
geführte Tiefenentspannung. Hierdurch finden Körper
und Geist Zeit, sich tiefgreifend zu regenerieren und zu stärken.
Zu einer ernsthaften Yoga-Praxis gehören weiterhin folgende
Verhaltensformen: eine ausgewogene vegetarische Vollwert-Ernährung,
eine harmonische Lebenskultur sowie die Entwicklung positiver
Denk- und Handlungsweisen.
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